Radikalisierung an Schulen
Ob radikale Sticker, problematische Sprüche oder die Angst, seine eigene Meinung zu äußern. Auch in unserer Schule nimmt dieses Problem zu.
Liegt es an mangelnder Aufklärung oder was bringt Jugendliche zu solchen Denkweisen?
An unserer Schule wird viel Aufklärungsarbeit geleistet, durch das lebendige Mahnmal und auch im Geschichts- sowie im Sozialkundeunterricht gehen die Lehrer*innen das Thema sehr bewusst an. Denn es ist natürlich klar, dass zu einer Demokratie immer verschiedene Meinungen dazugehören. Doch leider verstehen viele das nicht. Es ist nicht falsch sich rechts oder links einzuordnen oder irgendwo dazwischen, man sollte sich aber den Gefahren der Radikalisierung bewusst sein.
Politisch extreme Gruppen vermitteln oft ein Wir-Gefühl. Das Gefühl von Zusammengehörigkeit. Ein Gefühl, was viele sonst nirgendwo finden. Doch wenn man anfängt, keine anderen Meinungen mehr zu akzeptieren und sich nur noch einseitig informiert, dann ist man bereits Teil dieses Problems.
Viele Expert*innen führen das auf die zunehmende Einsamkeit der Generation Z zurück. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung, sind einsame junge Menschen viel unzufriedener mit der Politik in Deutschland als Menschen die viele soziale Kontakte haben und glücklich mit ihrem Leben sind. Denn wer zufrieden ist, muss nicht erst nach Bestätigung suchen.
Wir haben Frau Falterbaum (Stellvertretende Schulleitung) und Herr Grossmann (Mittelstufenleiter) gefragt, wie sie dieses Problem an unserer Schule wahrnehmen. Sie nehmen unsere Schulgemeinschaft als sehr wachsam wahr. Frau Falterbaum appelliert an die Schüler*innen weiterhin mutig zu bleiben, sich gegen Radikalisierung zu stellen und mit dem Kollegium darüber zu sprechen.
Wenn man versteht, dass Demokratie täglich etwas für uns tut und wir sogar selber etwas bewirken können, dann möchte man sie auch nicht loswerden. Man kann sich auf der Seite des Bundestages zu verschiedenen Angeboten für Jugendliche informieren, bei denen man seine Meinung mit einbringen kann. Dabei hört man viele verschiedene Sichten und kann sich eine breite Meinung bilden. Ohne Hass und Diskriminierung. Es liegt an uns, sich für ein faires Miteinander einzusetzen und dafür zu sorgen, dass an unserer Schule eine angenehme Lernatmosphäre herrscht, in der man sich problemlos über aktuelle Politik unterhalten kann.
Beitragsbild: Sphinx Redaktion
