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Queer an der Schule – Was bedeutet das und welche Auswirkungen hat es?  

Immer mehr Jugendliche trauen sich, offen über ihre Identität zu sprechen, auch in der Schule. „Queer“ ist ein Sammelbegriff für Menschen, die nicht heterosexuell sind oder sich nicht mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren. Doch wie wirkt es sich auf den Schultag aus? Ist die Schule wirklich ein sicherer Ort für alle? 

Zunächst kann Sichtbarkeit auch positive Veränderungen mit sich bringen. Wenn Mitschüler*innen offen queer sind, kann es das Verständnis und die Toleranz fördern. Themen wie Vielfalt, Identität und Respekt werden greifbarer, nicht nur im Unterricht, sondern auch im täglichen Miteinander. Viele Schulen greifen dies auch inzwischen auf, zum Beispiel mit Projekten, AGs oder allgemein im Unterricht.  

Allerdings ist die Realität nicht immer so offen und unterstützend. Queere Schüler*innen berichten häufig von Diskriminierung, abwertenden Sprüchen oder sogar schwerem Mobbing. Gerade in jüngeren Jahrgängen fehlt das Verständnis und viele Vorurteile sind verbreitet. Das kann zu schweren psychischen Belastungen führen, dies belegte der Professor für Sexualpädagogik und Diversität in der Sozialen Arbeit an der Frankfurt UAS Prof. Dr. Stefan Timmermanns:  

„In der Untersuchung konnten zahlreiche Belege für Minderheitenstress von LSBTIQ* [Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans, Intersexuell und Queer] und damit zusammenhängende, höhere psychische Belastungen gefunden werden. Insbesondere in Bezug auf eine Suizidgefährdung der an dieser Studie teilnehmenden Personen konnte belegt werden, dass diese fast sechs Mal höher lag als in der Gesamtbevölkerung. Bei trans* und gender*diversen Personen war der Faktor sogar um das Zehnfache erhöht. Dies bestätigt vorherige Untersuchungsergebnisse aus Nordamerika und Australien.“ 

(Q: https://www.frankfurt-university.de/de/erweiterungen/news/news-liste/news-detail/suizidgefahr-bei-homo-bzw-transnegativitat-und-diskriminierung/ ) 

Abschließend ist es wichtig zu betonen, dass alle Menschen mehr Toleranz im Schultag zeigen könnten. Jede*r kann dazu beitragen, dass sich andere sicher fühlen, egal wo sie sind. Falls Ihr mitbekommen solltet, dass einer Eurer Mitschüler*innen gemobbt wird, solltet Ihr nicht wegsehen, sondern versuchen, Ihnen zu helfen oder Unterstützung zu holen. Gleichzeitig ist es genauso wichtig, sich Hilfe zu suchen, wenn man selbst betroffen ist oder Angst vor bevorstehendem Mobbing hat. Unsere Vertrauenslehrkräfte, sowie auch unsere Schulsozialarbeiterin Frau Sarcan, können Euch gut bei solchen Themen zur Seite stehen. 

Beitragsbild: pexels

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